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 Kindergeld oder Kinderzuschlag
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Kindergeld wird monatlich gezahlt.

Das Kindergeld beträgt
- für das erste und zweite Kind    184 €,
- für das dritte Kind                          190 €
- und für jedes weitere Kind          215 €.

Ein Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich für jeden Monat, in dem wenigstens an einem Tag die Anspruchsvoraussetzungen vorgelegen haben.

Seit dem 1. Januar 2007 gibt es Kindergeld: 

  • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr,  

  • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr.

  • für Kinder in Ausbildung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres

  • für behinderte Kinder  u.U. über das 25.Lebensjahr hinaus

Für Kinder, die wegen fehlendem Ausbildungsplatz eine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen können, gelten die oben genannten Regelungen für Kinder in Ausbildung.

Das Kindergeld für ein Kind über 18 Jahre entfällt bei eigenem Kindeseinkommen (Einkünften und Bezügen, mit Ausnahmen) ab 7.680 EUR (netto!) im Jahr.

Das Kindergeld wird durch die Familienkassen der Agentur für Arbeit bzw. des öffentlichen Dienstes festgesetzt und ausgezahlt.

Für ein und dasselbe Kind kann immer nur eine Person Kindergeld erhalten. Es wird dem Elternteil gezahlt, der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen hat. Lebt das Kind nicht im Haushalt eines Elternteils, erhält das Kindergeld derjenige Elternteil, der dem Kind laufend (den höheren) Barunterhalt zahlt; andere Unterhaltsleistungen bleiben außer Betracht. Wird dem Kind von beiden Elternteilen kein Barunterhalt oder Barunterhalt in gleicher Höhe gezahlt, können die Eltern untereinander bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll.

Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt und unterschrieben werden. Ein mündlicher Antrag (z. B. durch Telefonanruf) ist nicht möglich. Bitte beantragen Sie das Kindergeld bei der für Sie zuständigen Familienkasse.

Benutzen Sie bitte zur Antragstellung die Vordrucke, die bei der Familienkasse erhältlich sind. Sie können die Vordrucke der Familienkassen auch aus dem Internet unter www.familienkasse.de oder www.bzst.de als Dokument herunterladen und am Computer ausfüllen und ausdrucken. Angehörige des öffentlichen Dienstes wenden sich an ihre zuständige Familienkasse.

Eltern, deren Einkommen zwar für den eigenen Bedarf ausreicht, aber nicht für den ihrer Kinder, können auf Antrag (bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit) einen Kinderzuschlag von monatlich bis zu 140 Euro erhalten. Ob und wieviel Kinderzuschlag Eltern zusteht, können Sie überschlägig mit dem Kinderzuschlagsrechner online ermitteln.

Bei einem hohen Verdienst kann auch ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag in Höhe von 3.648 EUR bestehen. Das Finanzamt prüft am Jahresende, ob ein Kinderfreibetrag in Frage kommt, mit dem dann das im gleichen Veranlagungsjahr gezahlte Kindergeld verrechnet wird.

Seit dem 1.1.2000 gibt es einen
Betreuungsfreibetrag in Höhe von 2.160 EUR. Wenn ein Elternteil das Kind alleine betreut, kann er sich den Betreuungsfreibetrag des anderen Elternteils übertragen lassen. Er greift jedoch wie der Kinderfreibetrag erst ab einem bestimmten Einkommen.

Berufstätige Alleinerziehende können seit dem 1.1.2002 die Kosten für eine Kinderbetreuung bis maximal 1.500 EUR als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen.

Der Elternteil, bei dem das Kind gemeldet ist, wird in Lohnsteuerklasse zwei veranlagt. Der
Steuerentlastungsbetrag für allein Erziehende mit Kind/ Kindern beträgt 1.308 EUR pro Jahr.


Alleinerziehende und Elternpaare haben Anspruch auf Kinderzuschlag für ihre unverheirateten, unter 25 Jahre alten Kinder, die in ihrem Haushalt leben, wenn

  • für diese Kinder Kindergeld bezogen wird,
  • die monatlichen Einnahmen der Eltern die Mindesteinkommensgrenze erreichen,
  • das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigt und
  • der Bedarf der Familie durch die Zahlung von Kinderzuschlag gedeckt ist und deshalb kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II/Sozialgeld besteht.

Die Mindesteinkommensgrenze beträgt für Elternpaare 900 Euro, für Alleinerziehende 600 Euro. Den Kinderzuschlag können Eltern nur dann beanspruchen, wenn ihre monatlichen Einnahmen in Geld oder Geldeswert (z. B. Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit, Arbeitslosengeld I, Krankengeld etc.) die jeweilige Mindesteinkommensgrenze erreichen.

Gleichzeitig darf das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen (Bruttoeinkommen und –vermögen gemindert um etwaige Abzugsbeträge) die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigen. Die Höchsteinkommensgrenze setzt sich aus dem elterlichen Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II und dem prozentualen Anteil an den angemessenen Wohnkosten (Bemessungsgrenze) sowie dem Gesamtkinderzuschlag zusammen.

Ein gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld II/Sozialgeld beziehungsweise Leistungen der Sozialhilfe und Kinderzuschlag ist nicht möglich.

Die Höhe des Kinderzuschlages bemisst sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern und der Kinder; er beträgt höchstens 140 Euro/Monat je Kind.
Außerdem sind zusätzlich Leistungen möglich für
- eintägige Schulausflüge
- Ausstattung mit persönlichemm Schulbedarf
- Zuschuss zu einer gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung
- und für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Umfeld 

Der Kinderzuschlag wird zusammen mit dem Kindergeld monatlich gezahlt.

Über den Antrag auf Kinderzuschlag entscheidet die Familienkasse durch schriftlichen Bescheid.

Kinderzuschlag ist ausschließlich bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zu beantragen. Sie ist auch für die Bearbeitung zuständig. Dies gilt gleichermaßen für Angehörige des öffentlichen Dienstes.

Bei Fragen zur Antragstellung und zu ihrem konkreten Einzelfall wenden Sie sich am besten persönlich an die für Ihren Wohnort zuständige Familienkasse.


Merkblatt Kinderzuschlag hier ....

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